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Wie ensteht der Honig

Pflanzen produzieren mit der Hilfe von Sonne, Wasser und Kohlendioxyd Zucker. Dieser Zucker wird, in Wasser gelöst und mit Pflanzen eigenen Duftstoffen angereichert, in den Blüten als Belohnung zur Bestäubung den Bienen angeboten. Bei reichem Nektarfluss können sogar wir Menschen den Nektar riechen. Neben dem Blütennektar besteht Honig, besonders im Sommer, aus Honigtau. Honigtau besteht aus dem zuckerhaltigen Exkret von Blattläusen. In der deutschen Honigverordnung ist geregelt, das Honig ein naturbelassenes Lebensmittel ist. Es dürfen weder Bestandteile hinzugefügt oder entfernt werden.

  • Honig entsteht zu 100% aus natürlichen Bestandteilen.
  • Er dient mit seinem hohen Zuckergehalt den Bienen als Energiequelle.

Die Arbeit der Bienen

Die Honigbienen sammeln den Nektar oder Honigtau von den Pflanzen. Zum Transport wird der Nektar in der Honigblase gespeichert. Schon hier werden dem Nektartröpfchen erste Enzyme hinzugefügt.

Die Biene übergibt im Bienenstock den Nektar den Honigmacherbienen. Als Reserve wird der süße Nektar jetzt zuerst in direkter Nähe des Brutnestes in den Waben gelagert. Gibt es wenig Tracht verbleibt der Honig dort und wird von den Bienen direkt verbraucht. In den Monaten von April bis Juli gibt es aber so viel Blüten, dass die Bienen einen Vorrat anlegen können.Jetzt fängt die Arbeit der Honigmacherinnen an. Die Arbeiterinnen tragen den Honig wieder um. Irgendwann ist er recht weit weg eingelagert. Der Honig wird immer weiter getrocknet. Am Anfang beträgt der Wassergehalt rund 70%. Am Ende der Arbeit, wenn der Honig die Deckelchen erhält, ist der Wassergehalt unter 18% gesunken. Hierzu spannen die Bienen den Nektar immer wieder zwischen ihren Mundwerkzeugen auf. Zusätzlich werden Bienen als Ventilatoren genutzt, die einen Luftstrom im Bienenstock erzeugen. Neben dem Trockenen reichern die Bienen den Honig bei jedem umtragen mit weiteren Enzymen an. Sind die Bienen der Meinung, dass der Honig reif ist wird er verdeckelt.

Die Arbeit des Imkers

Der Imker übernimmt die Ernte des Honig. Da nur reifer Honig ein haltbares Lebensmittel ist, erntet der Imker immer nur Honig der einen Wassergehalt von mindestens unter 18% aufweist. Je geringer der Wassergehalt, desto haltbarer ist der Honig und intensiver der Geschmack. In unserer Imkerei wird stets ein kleiner Teil des Honigs den Bienen gelassen, um sie nicht hungern zu lassen.

Die geernteten Waben werden nun in der Imkerei weiterverarbeitet. IN einem warmen Raum werden die Deckelchen von den Waben entfernt. Die Raumtemperatur von 25 – 30 Grad hält den Honig flüssig. SIind die Waben geöffnet, werden sie in einer Honigschleuder geleert. Der Rohhonig läuft durch ein grobes Sieb in die ersten Lagerbehälter. Das Sieb hält grobe Wachsteilchen oder Chitinreste auf.

Der Rohhonig braucht jetzt Ruhe um sich zu klären. Kleinere Wachsteilchen und Luftbläschen steigen in den nächsten zwei Tagen an die Oberfläche. Dieser Schaum wird vorsichtig abgeschöpft. Immer noch ist die Raumtemperatur so, dass der Honig flüssig bleibt. Ist der Imker mit dem Klärungsgrad zufrieden, wird die Raumtemperatur gesenkt. Der Honig beginnt zu Kristallisieren, Es bilden sich erste Zuckerkristalle. Wird der Honig nicht weiterverarbeitet wird er je nach Sorte innerhalb weniger Tage sehr hart oder es bilden sich sehr grobe Kristalle, manchmal sogar regelrechte Zuckerklümpchen. Da einen solchen Honig weder der Imker noch seine Kunden wünschen, wird der Honig jetzt mehrere Tage immer wieder für einige MInuten gerührt. Die Kristalle werden immer wieder an einander zerrieben und bleiben so mikroskopisch klein. Der Honig erhält seine cremige Konsistenz. Der richtige Zeitpunkt und die richtige Dauer des rührens ist Erfahrungssache und ausschlaggebend für die Qualität des Honigs. Nach dem Rührvorgang füllen wir den Honig ab und lagern ihn lebensmittelecht ein.

Warum Honig vom Imker?

Mit dem Erwerb von Imkerhonig unterstützen sie direkt die Arbeit und das Engagement der lokalen Imker und somit auch die Bestäubung von Obst und Gemüse in ihrer Nachbarschaft. Diesen “Dienst an der Allgemeinheit” leisten die Imker ohne jegliche Entlohnung. Unsere Honigbienen fliegen auf Sammelflügen in einem Radius von bis zu 3 km und sind bestimmt auch in ihrem Garten zu finden. Den Honig können wir importiern. Die Bestäubungsleistung der Bienen nicht.

Zudem haben wir die Erfahrung gemacht, dass regionale Lebensmittel uns am besten schmecken. Die Gerüche und Aromen unserer Umwelt haben uns seit Kindertagen geprägt. Der lokale Honig konserviert unsere Umwelt in feinen Geschmacksnuancen die uns unbewusst an unsere Kindheit erinnern. Lokaler Honig schmecke immer anders. Ja wirklich! Wie Wein unterliegt unser Honig den natürlichen Wetterverhältnissen der Jahre. Bei einem direkten Vergleich von Blütenhonig aus verschiedenen Jahren lassen sich durchaus Unterschiede herausschmecken. Das liegt daran, dass die Trachtverhältnisse jedes Jahr ein wenig anders sind.

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